Ort:
Nebenzimmer des Restaurants „Dolce Vita“ in Weilheim

Anwesend:
Albert Englert, Karl Mohring, Joachim Naasz ,
Bernd Bauer, Hans Burkhardt, Dr. Hansjörg Egerer, Dr. Wolfgang Egerer, Friedrich Haberstroh, Eva Haussmann,
Inge Holl-Haug, Dr. Stefan Ittner, Michael Kübel (ab 20.30 h),  Michael Schneck, Andreas Schober, Jörg Sigel, Eva Treiber, Anne-Lisa Wiesinger, Werner Wolff

Begrüßung
Vorstand Albert Englert  begrüßt die Anwesenden und eröffnet die Versammlung um 19.16 Uhr.

Bericht durch die Vorstände
Die Vorstände Karl Mohring und Joachim Naasz berichten abwechselnd über die im Gemeinderat behandelten derzeit aktuellen Themen.

Brandschutz und Sanierung Limburghalle
Wie in letzter Zeit schon mehrfach kommuniziert, entspricht der Brandschutz der Limburghalle nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Deshalb wurden unter anderem schon vor einigen Monaten die im UG befindlichen Kegelbahnen geschlossen. Eine grundlegende Sanierung der in die Jahre gekommenen Halle würde Kosten von voraussichtlich 7,2 Mio EUR verursachen. Darin sind die Kosten für die Reparaturen am Lehrschwimmbecken noch nicht enthalten, die auf weitere 2,4 Mio EUR geschätzt werden. Als notwendige Maßnahmen sind der Einbau von weiteren Fluchtwegen, die Sanierung des Hallendaches, statische Maßnahmen, der Einbau von neuen Fenstern, neue Wasserleitungen, Verbesserung der Wärmedämmung, der Heizung und Lüftung erforderlich.  Eva Haussmann und Inge Holl-Haug sehen keine Möglichkeit, die Kegelbahnen wieder zu aktivieren, da der notwendige Fluchtweg nicht geschaffen werden kann.

Angesichts dieser hoher Kosten stellt man sich die Frage, ob nicht ein kompletter Neubau die bessere Alternative wäre. Hierzu werden von den Anwesenden verschiedene Denkmodelle erstellt. Diese reichen von einem Umbau am bisherigen Standort über einen Neubau auf dem benachbarten Parkplatz bis zu einem Neubau an anderer Stelle, z.B. in der Stadtmitte bei der Grundschule. Da auch die Sporthalle der Limburg-Grundschule den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht, könnte eine neue Halle, in Form einer Kombihalle mehrere Ansprüche erfüllen. Die Parkmöglichkeiten im Stadtkern sind allerdings begrenzt.

Sollte eine künftige Stadthalle an einem neuen Standort entstehen, wäre eine Wohnbebauung am bisherigen Standort denkbar. Albert Englert und Andreas Schober als Architekten sind der Ansicht, eine Hallensanierung ließe sich auch mit geringerem Aufwand realisieren.

Ortskanalisation
Eine Untersuchung der Abwasserkanäle ergab einen Investitionsbedarf von ca. 15 Mio. EUR für die nächsten 20 Jahre.

Asylbewerber
Hier hat die Stadt bei Lindachstadion ein Gelände zur Verfügung gestellt, auf welchem Wohncontainer aufgestellt werden können.

Imacom-Untersuchung
Das von der Verwaltung in Auftrag gegebene 50 T€-Gutachten zur Untersuchung der Belebung der Innenstadt nennt u.a. als Ziel die Schaffung von Treffpunkten im Stadtkern. Für Michael Schneck ist die Zielsetzung der Untersuchung unklar: Will man eine Umsatzsteigerung der Einzelhändler und Gastronomen oder eine Belebung durch kulturelle Angebote/Events erreichen?

Querspange Holzmadener Straße zur Bissinger Straße
Albert Englert bringt die geplante Erschließungsstraße zwischen Bissinger- und Holzmadener Straße ins Gespräch.

Laden-Leerstände im Stadtkern
Insgesamt wurden 19 Leerstände ermittelt, die jedoch bei genauerer Betrachtung nicht so dramatisch beurteilt werden. Im vorläufigen Ergebnis ist festzuhalten, dass einige Läden von der Fläche her gesehen, nachhaltig nicht wirtschaftlich betrieben werden können.
Der Vorsitzende fordert alle Anwesenden dazu auf, Überlegungen hierzu anzustellen und bei nächster Gelegenheit Vorschläge zu machen.

Internet-Auftritt
Vor vielen Jahren hat unser Mitglied Joachim Meyer die Homepage unserer FWV aufgebaut und regelmäßig gepflegt. Insbesondere in den Wahljahren war dies sehr aufwändig. Seine Arbeit ist bei allen anerkannt.  Schon vor einiger Zeit hat er um eine Nachfolge gebeten. Frau Anne Wiesinger hat sich bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen. Die vom Vorsitzenden durchgeführte Abstimmung ergibt ein einstimmiges Votum und Beifall für Frau Wiesinger, die sich dafür bedankt.

Nochmals Limburghalle
Nach verschiedenen grüppchenweisen Einzeldiskussionen kommt das Thema Limburghalle nochmals auf den Tisch. Im Ergebnis geht es um die Fragen, ob ein Abbruch und Neubau Sinn machen würde und ob dazu ein Bürgerentscheid angestrebt werden soll. Die Mitglieder sollen sich bis zum nächsten Mal dazu Gedanken machen.

Freibad
Das städtische Freibad an der Scholderstraße ist seit vielen Jahren ein weiteres Sorgenkind. Es wurde letztmals im Jahre 2000 renoviert. Damals rechnete man mit einer restlichen Lebensdauer nur noch weniger Jahre. Inzwischen sind 14 Jahre verstrichen und die damaligen Investitionen haben sich anscheinend gelohnt. Mit weiteren hohen Kosten ist jedoch zu rechnen. Auch hier stellt sich die Frage, ob sich Investitionen in das alte Bad noch lohnen oder langfristig an einem anderen Standort gebaut werden soll. Eigens zu diesem Zweck hat die Stadt schon vor Jahren an der Naberner Straße beim Lindachstadion verschiedene Grundstücke erworben. Diskutiert wird sowohl ein Freibad, als auch eine Kombination aus Hallen- und Freibad. Letzteres könnte ganzjährig genutzt werden. Da nahezu alle Bäder defizitär betrieben werden, steht der Wunsch nach einem Badneubau nicht an erster Stelle der Agenda. Es wird aber auch im Zusammenhang mit dem maroden Lehrschwimmbecken der Limburghalle gesehen.

Straßenbeleuchtung
Karl Mohring berichtet über die beabsichtigten Umrüstungen der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Diese schlägt mit 1,1 Mio EUR zu buche. Zinsgünstige Fördermittel der KfW können erwartet werden. Die neue Technik spart eine Menge Energie und amortisiert die Kosten in wenigen Jahren.

 

Albert Englert bedankt sich für die lebhafte Diskussion und beschließt die Versammlung um 20.40 Uhr. Das nächste Treffen soll Ende Mai bzw. Anfang Juni erfolgen.

Werner Wolff


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